Demographie: Herausforderung für Wirtschaft, Städte und Kommunen
Die demografische Entwicklung ist bereits heute ein Marktthema, die zukünftigen personalpolitischen Konsequenzen werden allerdings unterschätzt. Lebenslanges Lernen gilt für etwa 70 Prozent der Arbeitnehmer inzwischen als ein wichtiges Element, um weiter in Beschäftigung zu bleiben. Die Beteiligung an Weiterbildung ist hingegen vergleichsweise gering. Die allseits bekannten demographischen Fakten und die Anforderungen der Unternehmen nach hochqualifizierten Arbeitskräften machen es erforderlich, die Kräfte für eine bedarfsorientierte Qualifizierung zu mobilisieren.
In Deutschland wird der Anstieg des Anteils der 55- bis 64-Jährigen an der Erwerbsbevölkerung im Vergleich zu anderen europäischen Ländern besonders stark ausfallen. Die heute 30- bis 50-Jährigen werden von den Auswirkungen, die sich aus dieser Entwicklung ergeben, mit am stärksten betroffen sein. Um diese demografischen Auswirkungen bewältigen zu können, müssen sie auf die damit verbundenen Herausforderungen jetzt schon, z. B. durch verstärkte Weiterbildungsmaßnahmen, vorbereitet werden (Moraal 2007).
Europaweit liegen bis dato Daten aus 27 Ländern vor: Dabei hat im Durchschnitt jeder/jede vierte ältere Beschäftigte Weiterbildungskurse besucht (24 %). Deutschland und Österreich teilen sich mit einer Teilnahmequote von 21 % den 16. Platz und liegen damit hinter den meisten nord- und westeuropäischen Ländern.

Eine Mehrheit von 63,8 % der in der Zusatzerhebung befragten weiterbildenden Unternehmen bejaht die Aussage, dass sich aus dem Rückgang des Arbeitskräfteangebotes ab 2010 zukünftig Probleme für ihr Unternehmen ergeben könnten. Es sind vor allem die größeren Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten, die Probleme sehen (73,7 %), dagegen Kleinunternehmen mit 10–19 Beschäftigten nur zu 54,8 %.
Nur 30,8 % der weiterbildenden Unternehmen setzen Maßnahmen ein, um ältere Beschäftigte längerfristig zu halten, 34,8 % werden zukünftig solche Maßnahmen einsetzen. Die wichtigsten Maßnahmen in den befragten weiterbildenden Unternehmen sind spezielle Maßnahmen bei der Arbeitsgestaltung und Arbeitszeitregelung (73,0 %): In der Zukunft werden die Unternehmen diese Maßnahmen allerdings seltener einsetzen (65,0 %). Die gezielte Gesundheitsförderung der Belegschaft wurde von 47,6 % der Unternehmen angegeben: Auf diese Maßnahme wollen die befragten weiterbildenden Unternehmen in der Zukunft deutlich häufiger zurückgreifen (65,0 %). Altersgerechte Maßnahmen im Bereich der Personalentwicklung/Weiterbildung sind mit 36,6 % der drittwichtigste Maßnahmenbereich und werden zukünftig noch an Bedeutung zunehmen (42,1 %). Sowohl eine generationsübergreifende Unternehmenskultur (von derzeitig 22,9 % auf künftig 31,3 %) als auch eine altersgerechte Personalpolitik (von derzeit 19,3 % auf künftig 32,4 %) werden in Zukunft häufiger in den Unternehmen eingesetzt.



Quelle:
Internetversion des BIBB Datenreports zum Berufsbildungsbericht 2009 - Informationen und Analysen zur Entwicklung der beruflichen Bildung. Hrsg.: Bundesinstitut für Berufsbildung, Bonn (2009).
Koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung des Statistischen Bundesamtes
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Unsere Themen sind:
- Demographieanalyse (diese umfasst einne Altersstruktur- und
Qualifikationsanalyse
- Maßnahmen zur alters- und gesundheitsgerechten Gestaltung von Arbeit
- Qualifizierung während des gesamten Arbeitsleben
- Maßnahmen der Vorsorge und des gleitenden Übergang in die
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Weitere Themen für die Unternehmen:
KÖNNEN - Kognitive Leistungsfähigkeit älterer ArbeitnehmerIntervention zur Förderung der kognitiven Kompetenz im AlterProjekt PFIFF:
Ziele, Ergebnisse und Umsetzung in die betriebliche Praxis
WOLLEN - Motivation älterer Arbeitnehmer
Neue Forschungsergebnisse zur berufsbezogenen Leistungsmotivation und Leistungsorientierung älterer Arbeitnehmer
Optimistisch altern: Theoretische Grundlagen und empirische Befunde demographiefester Personalarbeit für altersgemischte Belegschaften
BEFÄHIGEN - Lernen und Weiterbildung älterer Arbeitnehmer Berufliche Lernkompetenz jenseits der 40: Neue Ansatzpunkte der Förderung Qualifizierung alternder Belegschaften:
Altersübergreifende Konzepte und Anforderungen Länger leben. Länger arbeiten. Länger Lernen Peer-to-Peer-Learning
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Die Thematik demographischer Wandel in Deutschland ist auch in allen Städten und Kommunen sehr präsent. Die Infrastrukturausstattung einer jeden Stadt bzw. Kommune, ihr gemeinschaftliches Leben mit Vereinskultur, Bildungsangeboten für alle Altersgruppen, die Stadt bzw. Kommune als Gesundheits- und Kulturstandort, ihre Erreichbarkeit und ihre Lage in der natürlichen Umgebung sind als weiche Standortfaktoren wichtige Kenngrößen im interkommunalen Wettstreit um Arbeitsplätze und Einwohner. Wir beraten Sie zu Themen wie „Auswirkungen des demographischen Wandels auf die Städte und Kommunen“ und diskutieren die Möglichkeiten der Unterstützung für Städte und Gemeinden, tauschen praxiserprobte Lösungsansätze und Erfahrungsberichte aus und diskutieren den optimalen Einsatz von Demographiebeauftragten und die Querverbindungen zur Wirtschaft. Ziel ist es, die noch breitere Vernetzung zwischen den Städten und Kommunen selbst und ihren Beratern zu befördern und individuelle Ansätze und Aufgabenstellungen zu entwickeln.
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